
Mit viel Neugier, Mut und Kreativität gestalteten die Kinder ihre eigenen Portraitbilder. Sie betrachteten sich selbst, spürten in sich hinein und brachten das, was sie ausmacht, auf ganz persönliche Weise zu Papier. So wurde das Malen zu einem Weg, mit sich selbst und der Welt in Kontakt zu treten.
Malen ist für Kinder eine Sprache.
Eine Sprache, mit der sie ausdrücken, was sie erleben, fühlen und wahrnehmen – oft dort, wo Worte noch fehlen. In Farben, Formen und Linien zeigen Kinder ihre Sicht auf die Welt: was ihnen wichtig ist, was sie bewegt und wie sie sich selbst sehen. Dabei zählt nicht das Ergebnis, sondern der Prozess. Jedes Bild ist einzigartig – genau wie das Kind, das es geschaffen hat.
„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern Kunst macht sichtbar.“ Paul Klee (1879–1940)

Ein besonderes Highlight war das Gestalten der eigenen Körperumrisse. Jedes Kind hielt seine Silhouette auf Papier fest und gestaltete sie anschließend ganz nach den eigenen Vorstellungen. Farben, Muster, Details und Symbole wurden bewusst gewählt – alles durfte Platz haben, was für das Kind wichtig war.

Kinder malen immer das, was für sie wesentlich ist. In ihren Bildern spiegeln sich Erlebnisse, Interessen, Gedanken und Gefühle wider. Diese Werke geben uns wertvolle Einblicke: Wir können erkennen, womit sich die Kinder gerade beschäftigen, was ihnen Kraft gibt und wie sie sich selbst wahrnehmen.

Die entstandenen Poster werden derzeit in der Gruppe gemeinsam betrachtet und besprochen. Fragen wie
„Wer ist das?“, „Was macht das Kind gerne?“, „Welche Stärken hat es?“ oder „Was mag es besonders?“ stehen dabei im Mittelpunkt. Die Antworten der Kinder werden direkt auf den Postern festgehalten und machen sichtbar, wie viel sie bereits über sich selbst wissen.
Am Ende dürfen die Kinder ihr Bild mit nach Hause nehmen. Dort kann es aufgehängt werden – als ganz persönliches Stärkenposter, das sagt:
„Das bin ich. Und das macht mich besonders.“